Winzer der Axarquía bitten nach 70 % Ernteeinbruch um Nothilfe
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Mat & vin· 2 min

Winzer der Axarquía bitten nach 70 % Ernteeinbruch um Nothilfe

Die Winzer der Axarquía fordern staatliche Nothilfen, nachdem ein katastrophaler Ernteausfall von 70 Prozent die historischen Moscatel-Reben der Region bedroht.

Die terrassierten Hänge der Axarquía, die sich eindrucksvoll hinter Nerja und der östlichen Costa del Sol erheben, bringen seit Jahrhunderten Weinreben hervor. Doch in diesem Herbst stehen die Dörfer der Bergregion vor großen Herausforderungen. Winzer aus dem gesamten Gebiet haben nach einem verheerenden Ernteeinbruch von 70 Prozent bei den diesjährigen Traubenerträgen offiziell dringende Finanzhilfen beantragt.

Der Ernteausfall stellt eine akute Bedrohung für das Überleben der historischen Moscatel-Weinberge dar. Diese uralten, von Hand bewirtschafteten Parzellen sind nicht bloß landwirtschaftliche Flächen; sie verkörpern eine einzigartige Kulturlandschaft, die von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als Weltagrarerbe (GIAHS) anerkannt ist. Als Reaktion auf die Krise setzen sich regionale Politiker derzeit sowohl bei den andalusischen als auch bei den nationalen Behörden in Madrid für Nothilfen ein, bevor historische Betriebe zur Aufgabe ihrer Rebflächen gezwungen sind.

Ein weltweit anerkanntes landwirtschaftliches Erbe

Der Weinbau der Axarquía genießt weit über Südspanien hinaus hohes Ansehen. Steile Schieferhänge mit einer Neigung von oft mehr als 40 Grad machen den Einsatz von Maschinen nahezu unmöglich. Die Bewirtschaftung beruht auf traditioneller Handarbeit, die oft nur von Maultieren unterstützt wird, während die Trauben klassischerweise auf Trockenbetten, den sogenannten *paseros*, ausgelegt werden, um weltberühmte Rosinen und süße Moscatel-Weine zu erzeugen.

Als die FAO die Rosinen-Weinberge der Axarquía zum Weltagrarerbe erklärte, hob sie das empfindliche Gleichgewicht zwischen lokaler Tradition, Biodiversität und Landschaftspflege hervor. Ein Ernteausfall von 70 Prozent gefährdet das wirtschaftliche Fundament dieser Kleinbauern in Familienhand – finanzielle Hilfen sind daher unverzichtbar, um den unwiederbringlichen Verlust des traditionellen Steillagenweinbaus abzuwenden.

Was das für Besucher von Nerja und der Axarquía bedeutet

Für Urlauber mit Unterkunft in Nerja, Frigiliana oder Torrox ist die Weinkultur der Axarquía ein fester Bestandteil des regionalen Erlebnisses. Trockene Weißweine, komplexe Likörweine und vollmundige süße Moscatel-Sorten finden sich auf den Weinkarten lokaler Tapas-Bars und Chiringuitos am Strand.

Zwar begrüßen Boutique-Bodegas und Verkostungsräume der Genossenschaften weiterhin Gäste, doch der drastische Produktionseinbruch verdeutlicht, wie fragil diese Bergtraditionen sind. Ein Besuch von Dörfern im Landesinneren wie Cómpeta, Sayalonga oder El Borge – sei es für eine Bodega-Führung oder ein Mittagessen mit lokalen Weinen – stärkt die ländliche Wirtschaft in einem außergewöhnlich schwierigen Erntejahr ganz direkt.

Gut zu wissen

  • Die Krise: Die Traubenerträge in der Axarquía sind in der jüngsten Erntesaison um 70 % eingebrochen, was zu dringenden Hilferufen an Staat und Region geführt hat.
  • Erbestatus: Der traditionelle Moscatel-Anbau der Region ist von der UN-Organisation FAO als weltweit bedeutendes System des landwirtschaftlichen Kulturerbes (GIAHS) anerkannt.
  • Lokal unterstützen: Reisende können die Winzer des Tals gezielt unterstützen, indem sie in Restaurants in Nerja und den umliegenden Dörfern lokale Moscatel-Weine, trockene Weißweine und regionale Rosinen bestellen.
  • Anreise zu den Weinbergen: Die kurvenreichen Bergstraßen ins Weinland des Hinterlands beginnen nur eine kurze Fahrt landeinwärts von der Küstenautobahn (A-7).
Källor och referenser
#axarquia#vin#moscatel#gastronomi#landsbygd

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